
Angebote des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Ein Volk unter Verdacht. Die Staatssicherheit der DDR
Eine Reporterin informiert sich im Gespräch mit einem Experten an historischen Orten über die Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Im Mittelpunkt des Films stehen die Auswirkungen des Stasi-Vorgehens auf Betroffene. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die bereits als Jugendliche ins Visier der Stasi gerieten, berichten von ihren Erfahrungen als Andersdenkende und Oppositionelle in der DDR. Sie beschreiben den Alltag der Verfolgung und Bespitzelung und berichten über ihre Festnahme und Inhaftierung. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler aller Schultypen ab der 9. Klasse. Die DVD enthält auch Materialien zur Vor- oder Nachbereitung des Themas im Unterricht.
DVD
Unterrichtsfilm von Franziska Schlotterer, produziert von Facts & Files Think History im Auftrag im Auftrag des BStU, 40 Minuten, Berlin 2010.
Mit pädagogischem Begleitmaterial für den Schulunterricht.
Erhältlich beim
BStU, Schutzgebühr:
5 €
BStU für Schulen. Quellen für die Schule
Grundlage einer Beschäftigung mit dem Thema „DDR-Staatssicherheit“ sind
in der Regel die Stasi-Unterlagen. In dieser Reihe werden Aktenauszüge
als Faksimiles zusammengestellt, die aufgrund ihrer Exemplarität und
ihres Bezugs zur Lebenswelt Jugendlicher für Projekttage besonders
geeignet sind.
Für das Thema „Zivilcourage“ bieten sich vor allem zwei Aktenauszüge an:
Aktenauszüge
BStU für Schulen. Quellen für die Schule
Quellen für die Schule (als download)
und Informationen zu diesen und weiteren Materialien:
www.bstu.de/Bildung
Im Fallbeispiel
DDR – eingesperrt. Jugendliche im Stasi-Visier am Beispiel des Operativen Vorgangs (OV) „Signal“ (Quelle 3)
wird gezeigt, wie Jugendliche durch ihr Engagement für Abrüstung und Freiheitsrechte ins Visier des MfS gerieten. Die Täterperspektive der Akten kann hervorragend kombiniert werden mit dem oben genannten Unterrichtsfilm, in dem eine dieser Betroffenen (Dörte Bender) als Zeitzeugin ihre Erfahrungen mit der Stasi schildert.
DDR – eingesperrt.
Jugendliche im Stasi-Visier am Beispiel des Operativen Vorgangs
(OV) „Signal“ (Quelle 3), herausgegeben vom BStU, 3. Aufl., Berlin
2009,
kostenfrei
Das Fallbeispiel
Schülerprotest 1961. Wie die Stasi gegen eine Abiturklasse der Erweiterten Oberschule in Anklam vorging
(Quelle 5) zeigt, wie Jugendliche in der Schule von der Stasi verfolgt wurden, weil sie im Klassenraum ein Zeichen gegen die Wiederaufrüstung setzten. Dieses Beispiel lässt sich im Unterricht gut vergleichend behandeln mit einem
Schülerprotest 1961.
Wie die Stasi gegen eine Abiturklasse der Erweiterten Oberschule in Anklam vorging (Quelle 5), herausgegeben von der BStU, Berlin 2009,
kostenfrei
Schulkonflikt aus dem Jahr 1988 an der Carl-von-Ossietzky Schule in Berlin. (Quelle 6)
Einige Schüler kritisierten die Wehrpflicht, daraufhin wurden eine Schülerin und drei Schüler kurz vor dem Abitur von der Schule verwiesen.
Schulkonflikt aus dem
Jahr 1988 an der Carl-von-Ossietzky Schule
in Berlin. (Quelle 6),
herausgegeben vom BStU, Berlin 2010,
kostenfrei.
Feindliche Jugend? Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Fällen.
Auf der Grundlage von Beispielen aus Stasi-Akten wurden Vorschläge für die Behandlung des Themas „MfS“ im Unterricht erarbeitet. Lehrkräfte erhalten so eine konkrete und umsetzungsorientierte Grundlage für den Einsatz im Unterricht. Lernende können herausarbeiten, wie Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das MfS funktionierten. Sie können auch erkennen, dass junge Menschen trotz des Wissens um die Bedrohung durch die Stasi solidarisch und mutig waren.
Handreichung für Lehrer.
Christoph Hamann, Axel Janowitz (Hg.), im Auftrag des
BStU und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg,
2. Aufl., Berlin 2007,
kostenfrei
Kontakt
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
BF 3 / Sachgebiet historisch-politische Bildungsarbeit
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Postanschrift:
10106 Berlin
www.bstu.de
Information und Bezug: Telefon: 030 2324-8937 Fax: 030 2324-8839
E-Mail: GZ.BF3@bstu.bund.de


