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Angebote der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

4 Schüler gegen Stalin. Eine Nachkriegsgeschichte aus Altenburg

Im März 1950 kommt die Staatssicherheit auf die Spur von vier Schülern, die im Dezember 1949 aus Anlass des 70. Geburtstages von Stalin mit einem selbst gebauten Sender die offiziellen Jubelansprachen stören und sich gegen die Errichtung einer kommunistischen Diktatur in der DDR wenden. Sie werden verhaftet und erhalten in einem Geheimprozess in Weimar von einem russischen Militärgericht langjährige Haftstrafen. Joachim Näther, der intellektuelle Kopf der Gruppe, wird zum Tod durch Erschießen verurteilt. Sein Schicksal konnte erst 1997 geklärt werden: Er wurde 1950 in Moskau hingerichtet und auf dem Donskoje- Friedhof verscharrt.
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DVD
Dokumentarfilm von Steffen Lüddemann und Hanno Brühl,
produziert von T&G Films GmbH,
herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung, 45 Minuten, Berlin 2006.
Mit pädagogischem Begleitmaterial für den Schulunterricht.
Erhältlich bei der Bundesstiftung Aufarbeitung,
Schutzgebühr: 7,50 €

Tod im Stasiknast. Warum starb Matthias Domaschk?

Am 12. April 1981 starb Matthias Domaschk unter ungeklärten Umständen in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Gera. Sein Tod verunsicherte die Oppositionsbewegung der DDR, wirkte zugleich aber wie ein Fanal für weiteres Engagement und radikalisierte die Bereitschaft zu politischem Widerstand

In der Dokumentation erzählen Freunde wie Weggefährten von der gemeinsamen Zeit mit Matthias Domaschk und schildern aus eigenem Erleben, unter welchen Umständen sie aufwuchsen und zunehmend in Opposition zur SED-Diktatur gerieten. Dargestellt werden junge Menschen, die für ihr Recht auf Meinungsfreiheit und Menschenrechte, auf Freiheit und Demokratie eintraten.
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DVD
Dokumentarfilm von Andreas K. Richter und Tom Franke Armada Film,
herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung, 45 Minuten, Berlin 2006.
Mit pädagogischem Begleitmaterial für den Schulunterricht.
Erhältlich bei der Bundesstiftung Aufarbeitung,
Schutzgebühr: 7,50 €

Der Schulkonflikt an der EOS „Carl von Ossietzky“ im Jahr 1988 – Macht oder Ohnmacht im SED-Staat?

Im Herbst 1988 kommt es an der Ost- Berliner Oberschule „Carl von Ossietzky“ zu einem Konflikt: An der Schule existiert seit einem Jahr eine so genannte „Speakers’ Corner“, an der Schülerinnen und Schüler Artikel veröffentlichen und diskutieren können. Eines Tages ist dort ein Artikel zu lesen, der anregt, auf die bevorstehende Militärparade zu verzichten. Der Text wird zusätzlich – verbunden mit einer Unterschriftenliste – durch die Klassen gereicht. Daraufhin reagiert die Partei- und Staatshierarchie bis hin zu Volksbildungsministerin Margot Honecker mit harten Strafen.

Lehrerhandreichung
Ulrich Hagemann/ Jörg Ziegenhagen (Hg.), Berlin 2009.
Erhältlich unter www.cultus-ev.de,
Schutzgebühr: 15 €

Für Mick Jagger in den Knast

Ein Moderator des West-Berliner Radiosenders RIAS verbreitete in einer Sendung das Gerücht, am 20. Geburtstag der DDR – dem 7. Oktober 1969 – würden die Rolling Stones um 20 Uhr auf dem Dach des Axel-Springer-Hauses unmittelbar an der Grenze zu Ost-Berlin ein Konzert geben. Viele Jugendliche aus der DDR hatten von da an – trotz der unmittelbar vom RIAS ausgestrahlten Dementis – nur noch das Ziel, an diesem Tag dorthin zu gelangen, um das Konzert live zu erleben. Das Ministerium für Staatssicherheit versuchte alles, um Informationen über das angebliche Konzert zu bekommen. Mithilfe von Zeitzeugeninterviews dokumentiert der Film die Geschichte der Beatmusik in der DDR und die Konflikte, mit denen ihre Fans zu kämpfen hatten.
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DVD
Dokumentarfilm von Karoline Kleinert und Reinhard Joksch,
herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung, 45 Minuten, Berlin 2006.
Mit pädagogischem Begleitmaterial für den Schulunterricht.
Erhältlich bei der Bundesstiftung Aufarbeitung,
Schutzgebühr: 7,50 €

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

www.stiftung-aufarbeitung.de/bildungsarbeit

Ansprechpartner für Schulprojekte:
Dr. Jens Hüttmann
Telefon: 030 319895-209
E-Mail: j.huettmann@stiftung-aufarbeitung.de